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Marktentwicklung: Schminkmittel "Make-up" für die Augen (CN 330420) — 2015–2025

Einleitung

Der europäische Markt für Augen-Make-up (KN-Code 330420) zeigte zwischen 2015 und 2025 eine bemerkenswerte Entwicklung. Die Datenanalyse offenbart einen Markt, der sich nicht nur in seinem Handelsvolumen, sondern vor allem in seiner Wertstruktur und geografischen Ausrichtung dynamisch verändert hat. Die Gesamthandelsübersicht zeigt, dass die EU als globaler Exporteur trotz volatiler Umfeldbedingungen an Bedeutung gewonnen hat, während sich die Importseitе einer stärkeren Diversifizierung unterzieht. Dieser Bericht analysiert die wesentlichen Triebkräfte dieser Veränderungen.

1. Exportwachstum durch höhere Preisniveaus bei stagnierender Mengenentwicklung

Die EU-Exporte von Augen-Make-up haben im Zeitraum 2015–2025 ihren Gesamtwert signifikant gesteigert, während die exportierten Mengen nahezu unverändert blieben. Dieses Phänomen deutet auf eine deutliche Aufwertung der exportierten Produkte hin.

Der Exportwert übertraf das Mengenwachstum deutlich

Der Gesamtexportwert stieg um 23,5 % von 826 Mio. € (2015) auf 1,020 Mrd. € (2025). Im selben Zeitraum ging die exportierte Menge leicht um 2,2 % zurück. Diese Gegenläufigkeit führte zu einem starken Preisanstieg: Der durchschnittliche Exportpreis erhöhte sich um 26,3 % von 56.184 €/Tonne auf 70.960 €/Tonne. Dies weist auf eine Verschiebung hin zu hochwertigeren Produkten oder eine generelle Preisdynamik in der Branche hin.

Der Importmarkt blieb wertseitig relativ stabil

Im Gegensatz dazu entwickelten sich die EU-Importe moderater. Der Importwert stieg nur um 7,2 % von 345 Mio. € auf 370 Mio. €. Bemerkenswert ist, dass die importierte Menge um 9,6 % zunahm, während der durchschnittliche Importpreis sogar leicht um 2,2 % sank. Dies könnte auf einen verstärkten Import von Waren mit einem günstigeren Preis-Leistungs-Verhältnis hindeuten.

2. Geopolitische und kommerzielle Umstrukturierung der Handelspartner

Die Partnerschaftsstruktur sowohl für Importe als auch für Exporte der EU hat sich zwischen 2015 und 2025 erheblich verändert, was auf geopolitische Veränderungen und neue Marktdynamiken zurückzuführen ist.

China festigte seine Stellung als dominanter Importlieferant

Die Importe aus China verzeichneten mit einem Anstieg von 110,9 % (von 75 Mio. € auf 159 Mio. €) das stärkste absolute Wachstum aller Partner. China ist damit zum mit Abstand wichtigsten Lieferanten für die EU aufgestiegen. Diese Zunahme ging teilweise mit dem Rückgang der Importe aus traditionellen Partnern wie dem Vereinigten Königreich (-65,9 %) und den USA (-20,8 %) einher.

Top-Importpartner (Wertentwicklung 2015–2025) Wert 2015 (Mio. €) Wert 2025 (Mio. €) Veränderung (%)
China 75,3 158,9 +110,9
Republik Korea 4,6 31,2 +584,2
Kanada 8,0 15,8 +96,7
Vereinigtes Königreich 121,0 41,3 -65,9
USA 77,2 61,1 -20,8

Quelle: Top-Importpartner nach Wert

Die EU-Exporte verlagerten sich von geopolitisch instabilen Märkten

Auf der Exportseite verloren traditionell wichtige Märkte wie die Russische Föderation (-54,2 %) und das Vereinigtes Königreich (-20,7 %) an Bedeutung. Gleichzeitig wuchsen die Exporte in andere Regionen stark an, insbesondere in die USA (+55,6 %), die Schweiz (+66,7 %), Norwegen (+77,3 %) und in die Vereinigten Arabischen Emirate (+47,1 %). Diese Verschiebung spiegelt möglicherweise Handelsbeschränkungen und eine Neuorientierung auf stabilere, wohlhabendere Märkte wider.

Top-Exportpartner (Wertentwicklung 2015–2025) Wert 2015 (Mio. €) Wert 2025 (Mio. €) Veränderung (%)
USA 186,0 289,4 +55,6
Schweiz 32,2 53,7 +66,7
Norwegen 23,9 42,4 +77,3
Russische Föderation 101,7 46,6 -54,2
Vereinigtes Königreich 167,3 132,7 -20,7

Quelle: Top-Exportpartner nach Wert

3. Marktkonzentration, Produktionskapazität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Schocks

Trotz der Umstrukturierung der Handelsbeziehungen zeigt der EU-Markt eine hohe innere Stabilität und eine zunehmende Exportorientierung, die sich in speziellen Konzentrations- und Spezialisierungsindikatoren widerspiegelt.

Die EU ist ein hochspezialisierter und exportorientierter Produzent

Laut der Spezialisierungsanalyse weisen Länder wie Frankreich (RSCA: 0,43) und Italien (RSCA: 0,46) einen sehr hohen Spezialisierungsgrad im Export von Augen-Make-up auf. Die EU insgesamt hat ihre Exportquote (Exporte im Verhältnis zur Produktion) von 43 % im Jahr 2003 auf über 91 % im Jahr 2024 gesteigert. Die inländische Produktion erreichte 2022 einen Höchstwert von 1,2 Mrd. €.

Markteintrittsbarrieren erhöhten sich, während Schocks lokal blieben

Die Importkonzentration (HHI) ist von 1.820 (2019) auf 2.467 (2025) gestiegen, was auf eine höhere Abhängigkeit von weniger Lieferanten hindeutet, hauptsächlich bedingt durch das Wachstum aus China. Die Volatilitätsanalyse zeigt, dass die Handelsströme im Allgemeinen relativ stabil waren (geringe Variationskoeffizienten). Die festgestellten Preisschocks (z. B. für Belarus und das UK im Jahr 2022) waren begrenzt und scheinen den Gesamtmarkt nicht nachhaltig destabilisiert zu haben.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der EU-Markt für Augen-Make-up (CN 330420) zwischen 2015 und 2025 eine Transformation von einem mengengetriebenen zu einem wertgetriebenen Handelsmodell durchlaufen hat. Die EU konnte ihren Exportwert steigern, indem sie sich auf hochpreisige Produkte konzentrierte, während sich ihre Importseite stärker auf Asien, insbesondere China, ausrichtete. Gleichzeitig haben geopolitische Ereignisse zu einer deutlichen Neuordnung der Exportziele geführt. Der Markt zeigt sich trotz dieser Umbrüche insgesamt robust, mit einer starken inländischen Produktionsbasis und einer hohen Exportorientierung. Die zukünftige Herausforderung liegt im Gleichgewicht zwischen der Diversifizierung der Importquellen zur Risikominimierung und der Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf den hochpreisigen Exportmärkten.

Erstellt am 2026-08-05. Die Zahlen geben die Eurostat-Daten zum Zeitpunkt der Erstellung wieder und enthalten keine späteren Revisionen.

Automatisch erstellt: Dieser Bericht soll die menschliche Analyse beschleunigen, aber nicht ersetzen.

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