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Marktentwicklung: Augenmake-up (CN 330420) — 2015–2025

Einleitung

Dieser Bericht analysiert die Handelsentwicklung der Europäischen Union (EU) mit dem Produkt CN 330420, „Schminkmittel für die Augen", im Zeitraum 2015 bis 2025. Die EU fungiert in diesem Segment als global bedeutender Nettexporteur. Der Betrachtungszeitraum zeigt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit des Sektors trotz globaler Herausforderungen, wobei die Handelsdynamik von einem starken Mengenwachstum der Ausfuhren geprägt ist und sich die Herkunft der Importe strukturell verschiebt. Die Analyse basiert auf den bereitgestellten Daten des Trade Dashboard.

Steigende Exportwerte trotz stagnierender Mengen

Die Handelsbilanz für Augenmake-up verzeichnete über den gesamten Zeitraum einen deutlichen Überschuss zugunsten der EU. Dieser Überschuss stieg von rund 487 Mio. EUR (2015) auf über 650 Mio. EUR (2025) an, was einem Anstieg von 33,5 % entspricht. Der primäre Treiber dieser Entwicklung war eine signifikante Preissteigerung bei den Ausfuhren, da das exportierte Mengenvolumen über die Jahre hinweg leicht rückläufig war.

Wachstum durch Wert- und Preissteigerung

Die Ausfuhren wuchsen im Wert um 22,6 % von 832 Mio. EUR auf 1,02 Mrd. EUR, obwohl die exportierte Menge um 2,2 % auf 14.372 Tonnen sank. Dies führte zu einem durchschnittlichen Preis (EUR/t) für Ausfuhren, der um 25,4 % stieg. Dieses Muster deutet auf eine Aufwertung der exportierten Produkte hin, die möglicherweise durch eine Verschiebung hin zu hochwertigen Markenprodukten oder eine generelle Preisanpassung in der Branche getrieben wird.

Importe: Mengenwachstum bei Preisstabilität

Die Einfuhren verhielten sich gegenläufig: Ihr Wert stieg moderat um 7,2 % auf 370 Mio. EUR, während die importierte Menge um 9,6 % auf 10.505 Tonnen zunahm. Der durchschnittliche Importpreis blieb mit -2,2 % nahezu stabil. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Nachfrage der EU nach Augenmake-up aus Drittländern wider, wobei das Mengenwachstum das Wertwachstum übertraf.

Indikator 2015 2025 Veränderung
Exportwert (EUR) 832.010.388 1.020.081.093 +22,6 %
Exportmenge (t) 14.701 14.372 -2,2 %
Exportpreis (EUR/t) 56.590 70.968 +25,4 %
Handelsbilanz (EUR) 487.355.004 650.543.777 +33,5 %

Tabelle 1: Kernindikatoren des EU-Drittlandshandels mit CN 330420. Quelle: Allgemeine Übersicht.

Strukturelle Verschiebungen bei Handelspartnern

Die Zusammensetzung der wichtigsten Handelspartner der EU hat sich im betrachteten Jahrzehnt teilweise gravierend verändert, was auf geopolitische und wirtschaftliche Neuausrichtungen hindeutet.

Rückgang traditioneller Märkte und Aufstieg neuer Partner

Bei den Exporten blieben die USA der größte Abnehmer mit einem Wert von 289 Mio. EUR (+55,6 %), doch die Exporte in das Vereinigte Königreich fielen um 20,7 % auf 133 Mio. EUR. Besonders dramatisch war der Rückgang der Ausfuhren in die Russische Föderation um 54,2 %, was wahrscheinlich mit den seit 2022 verhängten Sanktionen zusammenhängt. Dem gegenüber steht ein starkes Wachstum bei Exporten in die Türkei (+62,6 %), die Vereinigten Arabischen Emirate (+47,1 %) sowie nach Norwegen (+77,3 %) und in die Schweiz (+66,7 %).

Bei den Importen ist die Verlagerung noch deutlicher. China festigte seine Position als dominanter Lieferant und mehrte seinen Exportwert in die EU um 110,9 % auf fast 159 Mio. EUR. Südkorea verzeichnete mit +584,2 % das mit Abstand stärkste relative Wachstum und stieg zu einem wichtigen Lieferanten auf. Im Gegensatz dazu sanken die Importe aus dem Vereinigten Königreich (-65,9 %) und den USA (-20,8 %) signifikant. Diese Verschiebung unterstreicht die zunehmende Bedeutung asiatischer Hersteller im EU-Markt.

Partner (Importe) Wert 2015 (EUR) Wert 2025 (EUR) Veränderung
China 75.320.863 158.884.367 +110,9 %
Vereinigtes Königreich 121.040.900 41.290.545 -65,9 %
Vereinigte Staaten 77.159.057 61.112.432 -20,8 %
Südkorea 4.554.781 31.161.753 +584,2 %

Tabelle 2: Entwicklung der wichtigsten Importpartner. Quelle: Top-Partner nach Wert.

Zunahme der Konzentration bei Importen

Die Herkunftskonzentration der Importe (gemessen am HHI-Index für den Wert) nahm von 2.291 auf 2.467 zu und erreichte 2025 ihren Höchststand. Dies bestätigt die zunehmende Abhängigkeit von wenigen, stark wachsenden Lieferantenländern wie China und Südkorea. Die Exportkonzentration blieb dagegen stabil und niedriger (HHI um 1.155), was auf eine breiter diversifizierte Abnehmerstruktur hindeutet.

Zunehmende regionale Spezialisierung und Handelsintensität

Die EU ist in der Produktion von Augenmake-up hoch spezialisiert, was sich in einer steigenden Handelsintensität und Exportquote widerspiegelt. Dies geht einher mit einer starken regionalen Konzentration der innerhalb der EU geschaffenen Wertschöpfung.

Dominanz Frankreichs und Italiens bei Produktion und Export

Die EU-Produktion im Wert stieg um 62,4 % auf 1,13 Mrd. EUR an. Frankreich und Italien sind die führenden Produzenten und Exporteure, mit einem sehr hohen Spezialisierungsindex (RCA). Frankreich exportierte 2025 Waren im Wert von 330 Mio. EUR, Italien für 145 Mio. EUR. Diese beiden Länder bilden das Kernstück der EU-Exportinfrastruktur in diesem Segment. Bemerkenswert ist das starke Wachstum Belgiens, dessen Exporte sich mit +110 % mehr als verdoppelten, was möglicherweise auf die Rolle Belgiens als logistisches Drehkreuz hindeutet.

Steigende Exportquote und handelspolitische Autonomie

Die Exportquote (export propensity) der EU in diesem Sektor stieg von 43 % auf über 91 % der Produktion. Gleichzeitig wurde die Netto-Importabhängigkeit (net import reliance) stark reduziert. Der negative Wert von -128 % im Jahr 2025 (2015: -35 %) bedeutet, dass die EU im Vergleich zu ihrem Binnenverbrauch ein erheblicher Nettoexporteur ist. Diese Kennzahlen unterstreichen die wettbewerbsstarke Position der EU-Industrie im globalen Handel mit Augenmake-up und ihre geringe Verwundbarkeit gegenüber importbezogenen Lieferunterbrechungen.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend zeigt der Markt für Augenmake-up (CN 330420) in der EU zwischen 2015 und 2025 eine positive Handelsentwicklung, die durch Wertschöpfungssteigerung und strategische Exportdiversifizierung gekennzeichnet ist. Der Sektor trotzte dem Brexit- und Ukraine-Krieg-Schock und passte seine Lieferketten an. Die EU stärkte ihre Position als global führender Exporteur von hochwertigem Augenmake-up, während sich ihre Importquellen nach Asien verlagerten. Die hohe regionale Spezialisierung innerhalb der EU, insbesondere in Frankreich und Italien, bildet das Fundament für diese handelspolitische Stärke. Für die Zukunft könnten die zunehmende Importkonzentration und die Volatilität bei einigen Exportmärkten Risikofaktoren darstellen, die es zu beobachten gilt.

Erstellt am 2026-08-08. Die Zahlen geben die Eurostat-Daten zum Zeitpunkt der Erstellung wieder und enthalten keine späteren Revisionen.

Automatisch erstellt: Dieser Bericht soll die menschliche Analyse beschleunigen, aber nicht ersetzen.

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