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Marktentwicklung: Manganoxid (CN 2820) — 2015–2025

Einleitung

Dieser Bericht analysiert die Handelsentwicklung der Europäischen Union (EU) mit Manganoxid (Zolltarifnummer 2820) im Zeitraum von 2015 bis 2025. Manganoxide finden vielfältige Anwendung, insbesondere Mangandioxid (282010) ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Batterieproduktion. Die Analyse basiert auf jährlichen Handelsdaten der EU gegenüber Drittländern und beleuchtet strukturelle Veränderungen, Konzentrationsprozesse sowie spezifische Marktsegmente. Eine umfassende Übersicht finden Sie im General Overview.

Wachsende Importe und gesteigerte Exporte: Die EU als Nettoimporteur mit sinkender Abhängigkeit

Im Untersuchungszeitraum hat sich die EU weiterhin als Nettoimporteur von Manganoxid positioniert, allerdings mit einer rückläufigen Handelsabhängigkeit. Während der Importwert stärker wuchs als die importierte Menge, konnten die EU-Ausfuhren ihr Wachstum nochmals steigern.

  • Import- und Exportentwicklung: Der Wert der EU-Importe stieg von rd. 34,9 Mio. EUR (2015) auf rd. 38,8 Mio. EUR (2025), ein Plus von 11,3 %. Die importierte Menge sank hingegen leicht um 5,5 % auf 41.957 t (2025). Auf der Exportseite nahm der Ausfuhrwert um 45,3 % auf rd. 20,1 Mio. EUR zu, während die exportierte Menge nur um 9,7 % auf 12.656 t stieg. Dies deutet auf steigende Exportpreise hin (General Overview).

  • Schwankende Handelsbilanz: Die negative Handelsbilanz (Importe minus Exporte) verringerte sich von rd. -21,0 Mio. EUR (2015) auf rd. -18,7 Mio. EUR (2025). Die geringste Abhängigkeit (kleinster negativer Saldo) wurde 2022 mit rd. -17,7 Mio. EUR erreicht (General Overview).

  • Sinkende Netto-Importabhängigkeit: Der Indikator für die Netto-Importabhängigkeit (Net Import Reliance) sank von 17,8 % (2015) auf 13,6 % (2025), was einer Verringerung um 23,8 % entspricht. Die niedrigste Abhängigkeit lag 2020 bei 12,9 %. Diese Entwicklung spiegelt eine erfolgreiche Stärkung der europäischen Exportkapazitäten wider, auch wenn die absolute Handelsbilanz negativ bleibt.

Umschwung bei Handelspartnern: Neue Lieferanten und veränderte Exportmärkte

Die Zusammensetzung der wichtigsten Handelspartner hat sich im Zeitverlauf signifikant verändert. Während einige etablierte Beziehungen an Bedeutung verloren, sind neue Akteure in den Vordergrund getreten.

  • Importpartner im Wandel: Norwegen blieb der wichtigste Importpartner und steigerte seinen Anteil von 7,1 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR (+31,2 %). Deutlich gewann auch Südafrika (+167,3 %) an Bedeutung. Hingegen verlor China als traditioneller Großlieferant an Boden (-9,0 %), wobei sein Importvolumen 2022 mit rd. 30,7 Mio. EUR einen Höchststand erreichte. Die Importe aus Südkorea brachen um 94 % ein (Top Partners by Value - Imports).

  • Exportziele diversifizieren sich: Bei den Exporten zeigte sich eine starke Diversifizierung. Traditionelle Märkte wie Indien und Saudi-Arabien verloren an Bedeutung (-25,4 % bzw. -84,1 %). Stattdessen gewannen die Vereinigten Arabischen Emirate (+65,4 %), das Vereinigte Königreich (+58,6 %) und insbesondere Japan (+1247 %, von rd. 0,3 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR) stark an Gewicht (Top Partners by Value - Exports).

  • Führende EU-Mitgliedstaaten: Innerhalb der EU waren die Niederlande, Deutschland und Belgien die größten Importeure und Exporteure. Spanien verzeichnete das stärkste Wachstum bei den Importen (+163,5 %) und Exporten (+192,6 %) und stieg zu einem bedeutenden Handelsakteur auf (Top Reporters by Value).

Mangandioxid als Schlüsselprodukt: Preisunterschiede und dynamische Exportentwicklung

Die Aufschlüsselung nach Produktsegmenten zeigt, dass die beiden Unterpositionen – Mangandioxid (282010) und andere Manganoxide (282090) – sehr unterschiedliche Marktdynamiken aufweisen.

  • Deutliche Preisunterschiede: Mangandioxid wird zu signifikant höheren Preisen gehandelt als andere Manganoxide. Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Importpreis für Mangandioxid bei 2.207 EUR/t, während andere Manganoxide nur 745 EUR/t kosteten. Dieser Unterschied spiegelt den höheren Reinheitsgrad und den Einsatzwert für spezialisierte Anwendungen wider (Product Segment Breakdown).

  • Importentwicklung nach Segment: Die importierte Menge von "anderen Manganoxiden" (282090) stagnierte nahezu bei rd. 36.773 t (2025), leicht unter dem Niveau von 2015 (37.887 t). Dagegen zeigte Mangandioxid (282010) eine volatile, zuletzt rückläufige Tendenz. Nach einem Höchststand von 16.406 t (2022) sank die Menge auf 5.184 t (2025), was deutlich unter dem Ausgangsniveau von 6.523 t (2015) liegt (Product Segment Breakdown).

  • Stärkere EU-Exporte von Mangandioxid: Der Export von Mangandioxid aus der EU entwickelte sich dynamisch. Die exportierte Menge stieg von 894 t (2015) auf 2.837 t (2025), ein Anstieg von 217 %. Der Exportwert verdreifachte sich nahezu auf rd. 2,4 Mio. EUR. Dies unterstreicht die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit der EU bei diesem hochwertigen Segment (Product Segment Breakdown).

Fazit

Zusammenfassend zeigt die Analyse für den Zeitraum 2015–2025 eine Entwicklung des EU-Manganoxidmarktes in drei zentralen Dimensionen:

  1. Handelsposition: Die EU bleibt ein Nettoimporteur, konnte jedoch ihre Handelsabhängigkeit verringern. Das Wachstum im Exportwert übertraf das der Importe, was auf eine gesteigerte Wertschöpfung oder Spezialisierung hindeutet.
  2. Partnerlandschaft: Die Lieferanten- und Absatzmarktstruktur hat sich grundlegend gewandelt. Die EU bezieht Manganoxid zunehmend aus Norwegen und Südafrika und exportiert verstärkt nach Japan und in das Vereinigte Königreich, während China und Indien an Bedeutung verloren haben.
  3. Produktspezialisierung: Innerhalb des Produktportfolios gewinnt Mangandioxid an strategischer Bedeutung. Obwohl seine Importmengen zuletzt sanken, zeichnete sich die EU als wachsender Exporteur dieses hochpreisigen Segments aus, was auf eine mögliche Verlagerung in der europäischen Wertschöpfungskette hindeuten könnte.

Erstellt am 2026-08-07. Die Zahlen geben die Eurostat-Daten zum Zeitpunkt der Erstellung wieder und enthalten keine späteren Revisionen.

Automatisch erstellt: Dieser Bericht soll die menschliche Analyse beschleunigen, aber nicht ersetzen.

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