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Marktentwicklung: Konservengemüse (CN 2005) — 2015–2025

Einführung

Dieser Bericht analysiert die Handelsentwicklung der Europäischen Union im Zeitraum 2015–2025 für die Warennummer CN 2005 (Gemüse, zubereitet oder haltbar gemacht, ungefroren, ausgenommen Tomaten, Pilze und Trüffeln). Die EU verzeichnet in diesem Zeitraum ein deutliches Wachstum der Handelswerte, verbesserter Handelsbilanz und einer zunehmenden Spezialisierung in der Produktion. Gleichzeitig haben sich Preissteigerungen, Veränderungen bei den Handelspartnern sowie eine sinkende Handelsintensität herausgebildet.

1. Wachstum des Handelsvolumens und einer sich stärkenden Handelsbilanz

Die EU hat ihre Position als Nettoexporteur für dieses Produktsegment im Zeitraum 2015–2025 erheblich ausgebaut. Der Wert der Ausfuhren wuchs dabei stärker als der Einfuhren.

1.1 Exportwert und Exportmenge übertrafen das Importwachstum

Die Ausfuhrwerte stiegen von 1,58 Mrd. EUR (2015) auf 2,61 Mrd. EUR (2025), was einem Anstieg von 65,1 % entspricht. Die Einfuhren wuchsen im selben Zeitraum von 773,6 Mio. EUR auf 1,23 Mrd. EUR (plus 59,0 %). Die Exportvolumina erhöhten sich um 8,1 % (von 1,07 Mio. Tonnen auf 1,16 Mio. Tonnen), während die Importvolumina um 31,5 % (von 442.547 Tonnen auf 581.899 Tonnen) zulegten. Der Handelsüberschuss der EU verbesserte sich demzufolge um 70,9 % auf fast 1,38 Mrd. EUR im Jahr 2025.

1.2 Preisentwicklung als Wachstumstreiber

Das Wachstum der Handelswerte wurde maßgeblich durch steigende Preise getrieben. Die durchschnittlichen Exportpreise stiegen um 52,7 % von 1.475 EUR/Tonne auf 2.253 EUR/Tonne. Die Importpreise erhöhten sich um 20,9 % von 1.748 EUR/Tonne auf 2.114 EUR/Tonne. Diese Preisentwicklung führte dazu, dass der Exportwert stärker stieg als die Exportmenge.

2. Umstrukturierung der Handelsbeziehungen und der Produktionsbasis

Die Handelsstruktur der EU bei Konservengemüse hat sich zwischen 2015 und 2025 verändert, wobei die Bedeutung bestimmter Partnerländer schwankte und die inländische Produktion an Bedeutung gewann.

2.1 Wichtige Handelspartner: Dominanz des UK und starker Zuwachs aus der Türkei und Ägypten

Das Vereinigte Königreich war der mit Abstand wichtigste Exportmarkt der EU, mit einem Anstieg der Ausfuhren von 429,8 Mio. EUR auf 728,3 Mio. EUR (+69,5 %). Die USA belegten Rang zwei mit einem Plus von 63,4 %. Bei den Importen war China der größte Lieferant (+25,4 %), gefolgt von Peru (+24,5 %) und der Türkei (+117,3 %). Bemerkenswert ist der extreme Anstieg der Importe aus Ägypten um 401,2 %. Die Konzentration der Einfuhren (HHI) sank um 23,6 %, was auf eine Diversifizierung der Lieferanten hindeutet.

2.2 Zunehmende Spezialisierung und Produktionswachstum innerhalb der EU

Innerhalb der EU weisen Griechenland und Spanien die höchste Spezialisierung (RCA-Werte von 11,7 bzw. 2,4) für dieses Produktsegment auf. Die EU-Produktion verzeichnete ein massives Wachstum: Die Produktionsmenge stieg um 408,5 % und der Produktionswert sogar um 557,7 %. Dieses Wachstum übertraf das Handelswachstum deutlich.

2.3 Veränderungen bei den führenden EU-Exporteuren und Importeuren

Spanien, Italien und Griechenland waren die drei größten Exportländer innerhalb der EU. Bemerkenswert war der Anstieg der griechischen Exporte um 93,2 %. Bei den Importen in die EU waren Spanien (+61,2 %), die Niederlande (+101,1 %) und Italien (+191,5 %) die wichtigsten Empfängerländer, was auf ihre Rolle als Handels- und Verarbeitungsdrehscheiben hindeuten kann. Die Rolle der Mitgliedstaaten hat sich damit leicht verschoben.

3. Preisdruck, volatility und veränderte Anfälligkeit

Neben dem allgemeinen Wachstum zeigen sich im Zeitraum 2020–2022 verstärkte Preisdrucke und Versorgungsrisiken, während sich die langfristige Anfälligkeit des Marktes verringert hat.

3.1 Signifikante Preisschocks bei Importen aus Peru und Ägypten

Im Jahr 2022 wurden bei den Importpreisen aus Peru ein abnormaler Anstieg von 42,2 % und ein Preisschock mit einer Abnormalität von 42,2 registriert. Die Einfuhren aus Ägypten verzeichneten im selben Jahr einen Preisanstieg von 33,3 %. Diese Schockereignisse fielen mit allgemeinen globalen Lieferkettenstörungen und Inflation zusammen.

3.2 Unterschiedliche Volatilität bei Schlüsselpartnern

Die Volatilität (Variationskoeffizient) der Importwerte war bei Lieferanten wie Ägypten (0,58) und Albanien (0,48) besonders hoch. Bei den Exporten wiesen Israel (0,29) und Südafrika (0,29) die höchste Volatilität auf. Die Hauptexportmärkte UK (0,03) und USA (0,06) waren hingegen sehr stabil.

3.3 Sinkende Handelsintensität und verbesserte Autonomie

Der Netto-Importabhängigkeit sank von -3,5 % auf -1,0 %, was bedeutet, dass die EU ihre Überschussposition ausbaute. Gleichzeitig sanken die Handelsintensität (-63,2 %) und die Exportquote (-65,7 %) stark. Dies deutet darauf hin, dass der Außenhandel mit diesem Produkt relativ zur gesamtwirtschaftlichen Leistung der EU an Bedeutung verloren hat, während die heimische Produktion und der Verkehr an Relevanz gewannen.

Fazit

Zwischen 2015 und 2025 hat sich der EU-Markt für Konservengemüse (CN 2005) durch ein robustes Exportwachstum, steigende Preise und eine sich verbessernde Handelsbilanz entwickelt. Die EU hat ihre Rolle als Nettoexporteur gefestigt, wobei das Vereinigte Königreich und die USA die wichtigsten Abnehmer blieben. Innerhalb der EU ist eine zunehmende Spezialisierung und ein starkes Produktionswachstum zu beobachten, insbesondere in südlichen Mitgliedstaaten. Preisdruck und Lieferketten-Schwankungen aus Drittländern wie Peru und Ägypten stellen jedoch Risiken dar. Die sinkende Handelsintensität weist auf eine zunehmende Orientierung hin, bei der der inner-europäische Markt und die heimische Produktion eine relativ wichtigere Rolle spielen als der Drittlandshandel.

Erstellt am 2026-08-07. Die Zahlen geben die Eurostat-Daten zum Zeitpunkt der Erstellung wieder und enthalten keine späteren Revisionen.

Automatisch erstellt: Dieser Bericht soll die menschliche Analyse beschleunigen, aber nicht ersetzen.

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