Marktentwicklung: Anstrichfarben und Lacke auf Grundlage von synthetischen Polymeren oder chemisch modifizierten natürlichen Polymeren, in einem nichtwässrigen Medium dispergiert oder gelöst, und Lösungen von Erzeugnissen der Pos. 3901 bis 3913 in flüchtigen organischen Lösemitteln, mit Anteil des Lösemittels von > 50 GHT (ausg. auf Grundlage von Polyestern und Acryl- oder Vinylpolymeren sowie Lösungen von Collodium) (CN 320890) — 2015–2025
Einleitung
Dieser Bericht analysiert die Marktentwicklung der EU im Außenhandel mit dem Zolltarifcode 320890 im Zeitraum 2015 bis 2025. CN 320890 ist eine Restposition innerhalb der Zolltarifgruppe 3208 und umfasst Anstrichfarben und Lacke auf der Grundlage von synthetischen oder chemisch modifizierten natürlichen Polymeren in nichtwässrigen Medien sowie Lösungen von Polymeren (Pos. 3901–3913) in flüchtigen organischen Lösemitteln mit einem Lösungsanteil von mehr als 50 Gewichtsprozenten — mit Ausnahme der Polyester- und Acryl-/Vinylpolymer-basierten Produkte sowie Kollodiumlösungen, die den Positionen 320810 und 320820 zugeordnet sind.
Die EU ist in diesem Segment ein deutlicher Nettexporteur. Der Handelsbilanzüberschuss belief sich im Jahr 2025 auf rund 1,15 Mrd. EUR. Im Untersuchungszeitraum lassen sich drei zentrale Entwicklungstrends erkennen: (1) ein überwiegend preisgetriebenes Wachstum der Exportwerte bei gleichzeitig rückläufigen Mengen, (2) eine gravierende Umstrukturierung der Handelspartnerschaften infolge geopolitischer Ereignisse und (3) eine Zunahme der Preisschwankungen bei einzelnen Handelspartnern, die auf Rohstoffkosten- und Lieferkettenprobleme zurückzuführen sind.
1. Preisgetriebenes Wachstum trotz sinkender Handelsmengen
1.1 Exporte: Wertsteigerung von 29,5 % bei gleichzeitigem Mengenrückgang von 11,2 %
Der Exportwert der EU für CN 320890 stieg von 1,20 Mrd. EUR im Jahr 2015 auf 1,55 Mrd. EUR im Jahr 2025, was einem Anstieg von 29,5 % entspricht. Der Exportpreis erhöhte sich im selben Zeitraum um 45,8 % — von 4.044 EUR/t auf 5.896 EUR/t. Demgegenüber sank das Exportvolumen von 296.367 Tonnen auf 263.196 Tonnen (−11,2 %). Die Preisdynamik überkompensierte somit den Mengenrückgang. Der Höchststand der Exporte wurde 2022 mit einem Wert von 1,70 Mrd. EUR und einem Volumen von 297.428 Tonnen erreicht.
| Kennzahl | 2015 | 2020 | 2022 (Peak) | 2025 | Veränderung 2015–2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| Exportwert (Mrd. EUR) | 1,20 | 1,29 | 1,70 | 1,55 | +29,5 % |
| Exportmenge (t) | 296.367 | 311.310 | 297.428 | 263.196 | −11,2 % |
| Exportpreis (EUR/t) | 4.044 | 4.157 | 5.704 | 5.896 | +45,8 % |
1.2 Importe: Mäßiges Wertwachstum bei nahezu konstanten Mengen
Die EU-Importe entwickelten sich deutlich moderater. Der Importwert stieg von 339 Mio. EUR auf 406 Mio. EUR (+19,6 %), während die importierte Menge mit 68.427 Tonnen im Jahr 2025 nahezu unverändert gegenüber 2015 (67.977 Tonnen) blieb (+0,7 %). Der Importpreis erhöhte sich von 4.989 EUR/t auf 5.928 EUR/t (+18,8 %), allerdings mit deutlichen Schwankungen: der niedrigste Preis wurde 2017 mit 4.629 EUR/t, der höchste 2022 mit 6.468 EUR/t verzeichnet.
| Kennzahl | 2015 | 2020 | 2022 (Peak) | 2025 | Veränderung 2015–2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| Importwert (Mio. EUR) | 339 | 359 | 454 | 406 | +19,6 % |
| Importmenge (t) | 67.977 | 71.339 | 70.200 | 68.427 | +0,7 % |
| Importpreis (EUR/t) | 4.989 | 5.037 | 6.468 | 5.928 | +18,8 % |
1.3 Steigender Handelsbilanzüberschuss und zunehmende Exportquote
Der Handelsbilanzüberschuss wuchs von 859 Mio. EUR (2015) auf 1.146 Mio. EUR (2025), was einem Anstieg von 33,4 % entspricht. Die Nettoimportabhängigkeit der EU lag im gesamten Zeitraum im negativen Bereich und verstärkte sich von −11,3 % auf −28,0 % — ein Indiz dafür, dass die EU ihre Rolle als Nettexporteur in diesem Segment kontinuierlich ausbaute. Die Exportquote (Exportpropensity) stieg im selben Zeitraum von 16,4 % auf 29,6 % (+80,6 %), die Handelsintensität von 21,3 % auf 34,6 % (+62,7 %). Diese Kennzahlen deuten auf eine zunehmende Integration der EU in den globalen Lackhandel hin, wobei die Exportorientierung stärker zunahm als die Importabhängigkeit.
1.4 Produktion: Sinkende Mengen, steigende Werte
Die EU-Produktion (über alle EU-Mitgliedstaaten aggregiert, auf Basis von Prodcom-Daten) verlief parallel zum Handel: Die Produktionsmenge sank von 1,19 Mrd. kg (2015) auf 1,22 Mrd. kg (2024, letztes verfügbares Jahr), wobei der Tiefpunkt 2023 mit 1,16 Mrd. kg erreicht wurde. Der Produktionswert stieg hingegen von 4,41 Mrd. EUR auf 5,57 Mrd. EUR (+19,0 %), was eine durchschnittliche Preissteigerung der Produktion von 3,71 EUR/kg (2015) auf 4,57 EUR/kg (2024) widerspiegelt. Diese Dynamik deutet auf eine Verschiebung hin zu höherwertigen Produkten sowie auf Inputkostensteigerungen (insbesondere Rohstoffe und Energie) hin.
2. Geopolitische Umstrukturierung der Handelspartnerschaften
2.1 Zusammenbruch der Exporte in die Russische Föderation
Der gravierendste Einzelereignis im Untersuchungszeitraum war der vollständige Einbruch der EU-Exporte in die Russische Föderation. Russland war 2015 mit 180 Mio. EUR der zweitgrößte Exportmarkt der EU (nach der Türkei) und erreichte 2017 mit 192 Mio. EUR seinen Höchststand. Nach dem Beginn des Ukraine-Krieges und den darauf folgenden EU-Sanktionen sank der Wert 2022 auf 76 Mio. EUR, 2023 auf praktisch null (7.559 EUR) und verblieb 2024 bei 0 EUR. Der Mengeneinbruch war ähnlich drastisch: von 54.535 Tonnen (2015) auf 0,063 Tonnen (2025). Der Verlust dieses Marktes — zeitweise rund 11 % des Exportwertes — wurde durch Wachstum bei anderen Partnern kompensiert.
| Jahr | Exportwert Russland (Mio. EUR) | Exportmenge Russland (t) | Anteil am Gesamtexport |
|---|---|---|---|
| 2015 | 180 | 54.535 | 15,0 % |
| 2021 | 181 | 49.665 | 11,9 % |
| 2022 | 76 | 17.517 | 4,5 % |
| 2023 | 0,008 | 0,99 | ~0 % |
| 2025 | 0,001 | 0,06 | ~0 % |
Dieses Ereignis stellt einen der am stärksten abnormalen Supply-Shocks im gesamten Zeitraum dar (Abnormalitätswert: 3,8; Shift: −100 %). Die Daten zeigen, dass die EU den russischen Markt faktisch vollständig aufgegeben hat.
2.2 Die Türkei als neues Spitzendziel der EU-Exporte
Parallel zum russischen Marktverlust etablierte sich die Türkei als wichtigster Exportmarkt der EU. Die Exporte dorthin stiegen von 137 Mio. EUR (2015) auf 231 Mio. EUR (2022, Höchststand), bevor sie 2025 auf 200 Mio. EUR leicht korrigierten — immer noch ein Plus von 46,7 % gegenüber 2015. Die exportierte Menge wuchs von 39.187 Tonnen auf 44.274 Tonnen (+13,0 %), wobei der Preisanstieg (+29,8 %) den größeren Beitrag zum Wertwachstum leistete.
Gleichzeitig importierte die EU 2025 für 38,6 Mio. EUR aus der Türkei — ein Anstieg von 357 % gegenüber 2015 (8,4 Mio. EUR). Der Importanteil der Türkei an den EU-Gesamtimporten verdreifachte sich damit. Die Türkei ist somit sowohl ein wichtiger Export- als auch ein wachsender Importpartner geworden, was auf eine zunehmende Integration der türkischen Lackindustrie in die europäische Wertschöpfungskette hindeutet.
Top-Handelspartner nach Werten
2.3 Dynamisches Wachstum bei asiatischen und nordamerikanischen Partnern
Neben der Türkei verzeichneten auch mehrere andere Handelspartner ein starkes Exportwachstum:
| Partner | Export 2015 (Mio. EUR) | Export 2025 (Mio. EUR) | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Indien | 22,1 | 59,6 | +169,4 % |
| China | 71,3 | 116,7 | +63,5 % |
| USA | 67,7 | 117,0 | +73,0 % |
| Schweiz | 50,1 | 78,9 | +57,3 % |
| Vereinigtes Königreich | 124,5 | 151,1 | +21,4 % |
Auf der Importseite sticht neben der Türkei vor allem China hervor: Die Einfuhren aus China stiegen von 2,8 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR (+237 %), was auf die zunehmende globale Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Lackhersteller hindeuten könnte. Die USA erhöhten ihre Exporte in die EU ebenfalls deutlich (von 41,2 Mio. EUR auf 80,7 Mio. EUR, +96,1 %).
Demgegenüber verloren einige traditionelle Importpartner an Bedeutung: Norwegens Exporte in die EU sanken um 66,3 % (von 14,8 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR), was möglicherweise mit steigender norwegischer Eigenproduktion und geänderten Handelsströmen zusammenhängt. Japans Exporte in die EU gingen um 26,4 % zurück (von 23,6 Mio. EUR auf 17,4 Mio. EUR).
2.4 Diversifizierung der Handelsströme
Der Herfindahl-Hirschman-Index (HHI) für die Importkonzentration sank von 3.267 (2015) auf 2.564 (2025), was eine signifikante Diversifizierung der Importquellen anzeigt. Die Exportkonzentration war bereits 2015 mit einem HHI von 643 relativ niedrig und sank weiter auf 518 (2025). Dies deutet darauf hin, dass die EU ihre Exporte auf eine breitere Basis von Abnehmerländern verteilt. Die Veränderung in der Importkonzentration ist besonders bemerkenswert, da sie einen Wandel von einer stärker auf das Vereinigte Königreich konzentrierten Importstruktur hin zu einer breiteren Aufstellung widerspiegelt.
2.5 Interne EU-Produktions- und Spezialisierungsstruktur
Innerhalb der EU dominieren Deutschland und Italien die Produktion und den Export von CN 320890. Deutschland produzierte 2025 rund 26,8 % der EU-Gesamtproduktion, Italien 13,8 %. Deutschland exportierte 425 Mio. EUR (27,4 % der EU-Exporte), Italien 297 Mio. EUR (19,2 %). Die Spezialisierungsanalyse zeigt, dass Griechenland (RSCA: 0,35) und Finnland (RSCA: 0,28) eine überproportionale Spezialisierung auf dieses Produkt aufweisen, während Irland (RSCA: −0,93) und Malta (RSCA: −0,99) kaum in diesem Segment aktiv sind.
Besonders dynamisch entwickelten sich die Exporte Belgiens (+169,7 %, von 69 Mio. EUR auf 187 Mio. EUR), der Niederlande (+60,2 %, von 105 Mio. EUR auf 169 Mio. EUR) und Spaniens (+71,7 %, von 66 Mio. EUR auf 113 Mio. EUR). Diese Entwicklung deutet auf eine vertiefte Integration der europäischen Lackindustrie und möglicherweise auf Verlagerungen von Produktionsstandorten innerhalb der EU hin.
3. Preisschocks, Volatilität und strukturelle Anpassungsprozesse
3.1 Preispreisschocks im Jahr 2022: Auswirkungen der Energiekrise
Das Jahr 2022 war durch außergewöhnliche Preissteigerungen bei mehreren Exportpartnern geprägt, die im Kontext der globalen Energie- und Rohstoffkrise stehen. Die drei signifikantesten identifizierten Preisschocks betrafen:
| Partner | Schocktyp | Abnormalität | Preissprung | Zeitpunkt |
|---|---|---|---|---|
| Norwegen | Preis | 17,4 | +20,8 % | 2022 |
| Serbien | Preis | 5,1 | +22,4 % | 2022 |
| Südafrika | Preis | 4,5 | +32,3 % | 2022 |
Im Fall Norwegens stieg der Exportpreis von 5.014 EUR/t (2021) auf 6.007 EUR/t (2022), fiel aber in den Folgejahren wieder auf 5.442 EUR/t (2024) und 5.963 EUR/t (2025) zurück. Der Abnormalitätswert von 17,4 — der höchste im Datensatz — deutet auf eine signifikante Abweichung von der normalen Preisentwicklung hin, die mit den gestiegenen Energiekosten in Europa zusammenhängt.
3.2 Volatilitätsmuster der Handelspartner
Die Volatilität (gemessen am Variationskoeffizienten) der Handelsvolumina unterscheidet sich erheblich zwischen den Partnern:
Exportvolatilität (Mengen, CV):
| Partner | CV | Bewertung |
|---|---|---|
| Norwegen | 0,065 | Sehr stabil |
| Vereinigtes Königreich | 0,080 | Sehr stabil |
| Israel | 0,095 | Stabil |
| Türkei | 0,100 | Stabil |
| USA | 0,152 | Moderat |
| China | 0,184 | Moderat |
| Ukraine | 0,193 | Moderat |
| Russische Föderation | 0,602 | Sehr volatil |
Die hohe Volatilität bei Russland (CV: 0,602) ist direkt auf den Sanktionsbedingten Exporteinbruch zurückzuführen. Ansonsten sind die wichtigsten Exportmärkte relativ stabil — ein positives Signal für die Planungssicherheit der EU-Exporteure.
Importvolatilität (Mengen, CV):
Auf der Importseite weisen Indien (CV: 0,633) und Südkorea (CV: 0,629) die höchste Volatilität auf, was die Unsicherheit bei diesen Beschaffungsquellen unterstreicht. Demgegenüber zeigen das Vereinigte Königreich (CV: 0,093) als größter Importpartner eine bemerkenswert stabile Lieferbeziehung.
3.3 Segmentstruktur der Handelsprodukte
Innerhalb von CN 320890 dominieren bei den Exporten zwei Unterpositionen:
| Unterposition | Beschreibung | Exportanteil 2025 (Wert) | Exportanteil 2025 (Menge) |
|---|---|---|---|
| 32089091 | Lacke auf Basis synthetischer Polymere (nicht Polyester/Acryl/Vinyl) | 63,2 % | 63,2 % |
| 32089019 | Polymerlösungen in flüchtigen Lösemitteln (>50 %) | 26,0 % | 25,5 % |
| 32089099 | Lacke auf Basis chemisch modifizierter natürlicher Polymere | 10,5 % | 10,9 % |
Die Position 32089091 (synthetische Polymerlacke) zeigt eine bemerkenswerte Preisentwicklung: Der Exportpreis stieg von 3.863 EUR/t (2015) auf 5.890 EUR/t (2025, +52,5 %), bei einem Mengenrückgang von 201.185 Tonnen auf 166.245 Tonnen (−17,4 %). Die Position 32089019 (Polymerlösungen) verzeichnete einen noch stärkeren Preisanstieg von 4.569 EUR/t auf 6.018 EUR/t (+31,7 %). Die Position 32089099 (natürliche Polymere) blieb mengenmäßig relativ stabil (34.550 t → 28.767 t), der Preis stieg von 4.170 EUR/t auf 5.649 EUR/t (+35,5 %).
3.4 COVID-19-Pandemie als temporärer Dämpfer
Die COVID-19-Pandemie verursachte 2020 einen spürbaren Rückgang des EU-Handels. Die Exporte sanken von 1,40 Mrd. EUR (2019) auf 1,29 Mrd. EUR (2020, −7,4 %), die Importe von 388 Mio. EUR auf 359 Mio. EUR (−7,3 %). Die Erholung war jedoch rasch: Bereits 2021 übertrafen die Exporte mit 1,52 Mrd. EUR das Vorkrisenniveau, und die Importe erreichten 403 Mio. EUR. Die EU-Produktion folgte einem ähnlichen Muster: Der Produktionswert sank von 4.989 Mio. EUR (2019) auf 4.716 Mio. EUR (2020), erholte sich aber 2021 auf 5.312 Mio. EUR und erreichte 2022 mit 6.045 Mio. EUR einen Rekordhöchststand — möglicherweise teilweise preisbedingt.
Schlussfolgerung
Die Entwicklung des EU-Handels mit CN 320890 im Zeitraum 2015–2025 lässt sich als Geschichte der Resilienz durch Diversifizierung zusammenfassen. Trotz des vollständigen Wegfalls des russischen Exportmarktes (ca. 180 Mio. EUR/Jahr), einer globalen Pandemie und massiver Rohstoffpreisschocks konnte die EU ihren Nettoexportüberschuss von 859 Mio. EUR auf 1.146 Mio. EUR steigern.
Die zentrale Triebkraft des Wachstums war die Preisdynamik. Die EU-Lackindustrie hat es geschafft, steigende Inputkosten (Energie, Rohstoffe) an die Kunden weiterzugeben, und gleichzeitig ihre Exportpreise um 45,8 % zu erhöhen — bei gleichzeitigem Mengenrückgang von 11,2 %. Dies deutet entweder auf eine Verschiebung zu höherwertigen Produktspezifikationen oder auf einen starken Wettbewerbsvorteil der europäischen Hersteller hin.
Die geopolitische Neuausrichtung der Handelsströme war bemerkenswert: Der russische Markt wurde durch Wachstum in der Türkei, den USA, China, Indien und der Schweiz kompensiert. Die Importkonzentration nahm ab, was die Versorgungssicherheit der EU verbessert. Die steigende Exportquote (von 16 % auf 30 %) unterstreicht die zunehmende Bedeutung des internationalen Geschäfts für die europäische Lackindustrie.
Die größten Risiken liegen weiterhin in der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten mit hoher Volatilität (Indien, Südkorea) sowie in der grundsätzlichen Preisentwicklung, die maßgeblich von Energiekosten und Rohstoffverfügbarkeit abhängt. Die positiven Signale — sinkende HHI-Konzentration, stabile Kernmärkte und steigende Handelsintensität — deuten jedoch auf einen robusten und zunehmend diversifizierten Markt hin.