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Marktentwicklung: Elektroschrott (CN 8549) — 2015–2025

Einleitung

Der Zolltarifcode CN 8549 erfasst „Abfälle oder Schrott von elektrischen und elektronischen Geräten" – kurz: Elektroschrott. Die Warengruppe umfasst ein breites Spektrum, von ausgedienten Bleiakkumulatoren über Leiterplatten und Elektronikbaugruppen bis hin zu edelmetallhaltigem Schrott aus der Elektronikindustrie. Innerhalb der übergeordneten Kapitelgruppe 85 (Elektrische Maschinen und Geräte) bündelt CN 8549 insgesamt elf Unterpositionen, die sich nach Art der Batterien, nach Schadstoffgehalt und nach dem vorgesehenen Verwertungszweck (insbesondere Edelmetallgewinnung) unterscheiden.

Die vorliegende Analyse basiert auf verfügbaren Handelsdaten der EU mit Drittländern im Zeitraum 2022 bis 2025. Obwohl der ursprüngliche Berichtszeitraum 2015 bis 2025 umfasst, stehen vollständige Jahresdaten erst ab 2022 zur Verfügung. Die Ergebnisse zeigen drei zentrale Entwicklungen: erstens ein starkes Exportwachstum bei divergierenden Preisentwicklungen und einem temporären Handelsbilanzüberschuss; zweitens eine zunehmende Konzentration der Ausfuhren auf Japan als dominanten Abnehmer; drittens eine fundamentale Verschiebung innerhalb der Produktsegmente hin zur Edelmetallgewinnung.


1. Exportboom und Preisdivergenz

1.1 Sowohl Importe als auch Exporte verzeichnen deutliches Wachstum

Der EU-Außenhandel mit Elektroschrott hat im Zeitraum 2022 bis 2025 auf beiden Seiten erheblich zugenommen – doch die Dynamik fällt asymmetrisch aus. Die Exporte stiegen im Wert um 62,1 % von 180,6 Mio. € (2022) auf 292,7 Mio. € (2025), wobei der Höchstwert mit 319,5 Mio. € im Jahr 2024 erreicht wurde. Mengenmäßig erhöhten sich die Ausfuhren von 94.091 t auf 116.058 t (+23,3 %), mit einem Spitzenwert von 158.200 t ebenfalls im Jahr 2024.

Kennzahl 2022 2025 Veränderung
Exportwert 180,6 Mio. € 292,7 Mio. € +62,1 %
Exportmenge 94.091 t 116.058 t +23,3 %
Importwert 250,6 Mio. € 301,1 Mio. € +20,1 %
Importmenge 130.089 t 175.721 t +35,1 %

Quelle: Allgemeiner Überblick

Die Importe entwickelten sich im gleichen Zeitraum moderater: Der Wert stieg um 20,1 % auf 301,1 Mio. €, die Menge sogar um 35,1 % auf 175.721 t. Bemerkenswert ist, dass die mengenmäßige Zunahme bei den Importen jene der Exporte übertraf (+35,1 % vs. +23,3 %), während die wertmäßige Dynamik bei den Exporten weit stärker ausfiel (+62,1 % vs. +20,1 %). Dieses Muster deutet auf eine qualitative Veränderung des Handels hin: Die EU exportiert offenbar zunehmend hochwertigeren Elektroschrott, während die Importe mengenmäßig von günstigeren Fraktionen dominiert werden.

1.2 Steigende Exportpreise bei gleichzeitig sinkenden Importpreisen

Die unterschiedliche Wertentwicklung spiegelt sich in einer signifikanten Divergenz der durchschnittlichen Preise pro Tonne wider. Die Exportpreise stiegen von 1.919 €/t (2022) auf 2.522 €/t (2025), was einem Anstieg von 31,4 % entspricht. Im Gegensatz dazu sanken die Importpreise von 1.927 €/t auf 1.714 €/t (−11,1 %), wobei der Tiefstwert mit 1.630 €/t in einem der Zwischenjahre erreicht wurde.

Kennzahl 2022 2025 Veränderung
Exportpreis 1.919 €/t 2.522 €/t +31,4 %
Importpreis 1.927 €/t 1.714 €/t −11,1 %

Quelle: Allgemeiner Überblick

Diese Preisdivergenz ist bemerkenswert: Im Jahr 2022 lagen Import- und Exportpreise noch auf fast identischem Niveau (1.927 €/t bzw. 1.919 €/t). Bis 2025 hatte sich eine Differenz von über 800 €/t aufgebaut – die EU exportiert Elektroschrott zu deutlich höheren Preisen als sie importiert. Wie Abschnitt 3 zeigen wird, erklärt sich dies aus der zunehmenden Verschiebung des Exportportfolios hin zu hochpreisigen, edelmetallhaltigen Fraktionen.

1.3 Temporärer Handelsbilanzüberschuss im Jahr 2024

Die Handelsbilanz der EU im Bereich Elektroschrott hat sich im betrachteten Zeitraum dramatisch verbessert. Während die EU im Jahr 2022 ein Defizit von 70,0 Mio. € aufwies, schrumpfte dieses bis 2025 auf nur noch 8,4 Mio. € – eine Verbesserung um 88,0 %. Im Jahr 2024 konnte die EU sogar vorübergehend einen Überschuss von 22,3 Mio. € erzielen.

Jahr Handelsbilanz
2022 −70,0 Mio. €
2024 (Maximum) +22,3 Mio. €
2025 −8,4 Mio. €

Quelle: Allgemeiner Überblick

Das Jahr 2024 markierte den Höhepunkt dieser Entwicklung: Die Exporte erreichten mit 319,5 Mio. € ihren Spitzenwert und übertrafen die Importe erstmals deutlich. Die Rückkehr in den leichten Defizitbereich im Jahr 2025 erklärt sich durch den Rückgang der Exporte (von 319,5 Mio. € auf 292,7 Mio. €) bei gleichzeitigem Anstieg der Importe auf 301,1 Mio. €. Dennoch liegt das verbleibende Defizit weit unter dem Ausgangsniveau von 2022.


2. Geographische Neuausrichtung hin zu Japan

2.1 Japan als mit Abstand wichtigster Exportmarkt

Die geographische Analyse der Handelspartner zeigt, dass Japan den EU-Exportmarkt für Elektroschrott dominiert. Der Exportwert nach Japan stieg von 99,0 Mio. € (2022) auf 191,6 Mio. € (2025) – ein Plus von 93,5 %. Damit entfielen im Jahr 2025 rund 65 % der gesamten EU-Ausfuhren auf Japan allein.

Exportpartner 2022 2025 Veränderung
Japan 99,0 Mio. € 191,6 Mio. € +93,5 %
Korea, Rep. 13,0 Mio. € 24,3 Mio. € +86,6 %
Norwegen 0,4 Mio. € 5,4 Mio. € +1.176,5 %
Singapur 11,2 Mio. € 12,0 Mio. € +6,9 %
Vereinigtes Königreich 12,9 Mio. € 11,9 Mio. € −7,9 %
Indien 16,6 Mio. € 9,6 Mio. € −42,0 %
Pakistan 21,0 Mio. € 2,9 Mio. € −86,1 %

Quelle: Top-Partner nach Werten

Während Japan und Südkorea als technologieorientierte Märkte mit hochentwickelten Recyclingkapazitäten stark zulegen konnten, verloren traditionelle Abnehmer in Schwellenländern erheblich an Bedeutung: Pakistan verlor 86,1 % seines Exportwerts, Indien 42,0 %. Der außergewöhnliche Anstieg der Exporte nach Norwegen (+1.176,5 %) weist auf neue nordische Handelsbeziehungen hin, die möglicherweise mit der dortigen Edelmetallverarbeitungsindustrie zusammenhängen.

Auf der Importseite zeigt sich ein differenzierteres Bild:

Importpartner 2022 2025 Veränderung
Vereinigtes Königreich 55,7 Mio. € 40,9 Mio. € −26,7 %
USA 44,3 Mio. € 50,6 Mio. € +14,3 %
Brasilien 19,6 Mio. € 32,7 Mio. € +67,0 %
Schweiz 25,9 Mio. € 24,1 Mio. € −6,7 %
Norwegen 12,9 Mio. € 16,9 Mio. € +31,2 %
Israel 5,0 Mio. € 8,0 Mio. € +59,7 %
Moldau 0,7 Mio. € 3,1 Mio. € +369,8 %

Quelle: Top-Partner nach Werten

Brasilien (+67,0 %) und Moldau (+369,8 %) sind als neue bzw. stark wachsende Importquellen hervorgetreten, während das Vereinigtes Königreich als traditioneller Hauptlieferant an Bedeutung verlor (−26,7 %).

2.2 Zunehmende Exportkonzentration bei gleichzeitiger Diversifizierung der Importe

Die Konzentrationsanalyse mittels des Herfindahl-Hirschman-Index (HHI) bestätigt die zunehmende Polarisierung des Handels:

Kennzahl 2022 2025 Veränderung
HHI Exporte (Wert) 3.381 4.532 +34,0 %
HHI Importe (Wert) 1.074 896 −16,6 %
HHI Exporte (Menge) 2.179 2.616 +20,0 %
HHI Importe (Menge) 2.256 1.836 −18,6 %

Quelle: Konzentrationsanalyse

Während der Exportmarkt mit einem HHI von 4.532 als hochkonzentriert einzustufen ist – bedingt durch Japans dominante Stellung mit ca. 65 % Marktanteil –, ist der Importmarkt mit einem HHI von 896 deutlich diversifizierter. Die gegenläufigen Trends deuten darauf hin, dass die EU ihre Elektroschrott-Ausfuhren gezielt auf wenige technologisch führende Recyclingmärkte in Ostasien ausrichtet, während die Beschaffungsbasis breiter aufgestellt ist.

2.3 Inner-EU-Verschiebungen: Litauen als neuer Drehkreuz

Auch innerhalb der EU haben sich die Handelsströme bemerkenswert verschoben. Die Analyse der EU-Mitgliedstaaten als Berichterstatter zeigt:

Wichtigste EU-Importeure:

Mitgliedstaat 2022 2025 Veränderung
Belgien 97,5 Mio. € 126,9 Mio. € +30,2 %
Deutschland 80,7 Mio. € 43,5 Mio. € −46,1 %
Litauen 0,01 Mio. € 54,5 Mio. € n. a.
Schweden 10,7 Mio. € 17,2 Mio. € +61,0 %

Wichtigste EU-Exporteure:

Mitgliedstaat 2022 2025 Veränderung
Niederlande 85,8 Mio. € 170,2 Mio. € +98,3 %
Deutschland 16,5 Mio. € 31,0 Mio. € +87,5 %
Belgien 4,1 Mio. € 15,6 Mio. € +278,9 %
Litauen 3,8 Mio. € 13,8 Mio. € +266,3 %
Italien 22,1 Mio. € 5,0 Mio. € −77,6 %

Quelle: EU-Mitgliedstaaten als Berichterstatter

Besonders auffällig ist der Aufstieg Litauens: Der Importwert stieg von lediglich 10.129 € auf 54,5 Mio. €, was Litauen zum drittgrößten EU-Importeur macht. Gleichzeitig wuchsen die Exporte um 266,3 % auf 13,8 Mio. €. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Litauen sich zu einem zentralen Drehkreuz für den europäischen Elektroschrotthandel entwickelt hat, begünstigt durch strategische Lage und möglicherweise wettbewerbsfähige Verarbeitungs- und Transitkapazitäten.

Die Niederlande haben ihre Position als größter EU-Exporteur weiter ausgebaut und exportieren Elektroschrott im Wert von 170,2 Mio. € – nahezu eine Verdoppelung. Deutschland hingegen verlor bei den Importen erheblich (−46,1 %), konnte aber die Exporte nahezu verdoppeln. Italien verlor drei Viertel seiner Exporte.


3. Segmentwandel: Vom allgemeinen Schrott zur Edelmetallgewinnung

3.1 Bleiakkumulatoren dominieren mengenmäßig die EU-Importe

Die Aufschlüsselung nach Produktsegmenten zeigt, dass die EU-Importe mengenmäßig stark von ausgedienten Bleiakkumulatoren (CN 854911) dominiert werden. Dieses Segment machte im Jahr 2025 mit 92.778 t rund 53 % der gesamten Importmenge aus. Der durchschnittliche Preis sank dabei kontinuierlich von 873 €/t (2022) auf 660 €/t (2025), was auf fallende Rohstoffpreise für Blei oder ein Überangebot hindeuten könnte.

Segment (Importe) Menge 2025 Wert 2025 Preis 2022 Preis 2025
854911 – Bleiakkumulatoren 92.778 t 61,3 Mio. € 873 €/t 660 €/t
854921 – Edelmetall (mit Schadstoffen) 18.149 t 162,4 Mio. € 7.066 €/t 8.948 €/t
854929 – Edelmetall (ohne Schadstoffe) 10.698 t 51,7 Mio. € 7.997 €/t 4.833 €/t
854999 – Sonstiger Elektroschrott 34.500 t 13,8 Mio. € 662 €/t 401 €/t
854939 – Leiterplatten/Baugruppen 3.572 t 4,2 Mio. € 1.567 €/t 1.170 €/t

Quelle: Produktvergleich

Wertmäßig dominiert jedoch das Segment 854921 (edelmetallhaltiger Schrott mit Schadstoffen) mit 162,4 Mio. € – mehr als doppelt so hoch wie Bleiakkumulatoren. Die Importpreise in diesem Segment stiegen von 7.066 €/t auf 8.948 €/t (+26,6 %), was auf eine steigende Nachfrage nach hochwertigen Recyclingmaterialien hindeutet. Bemerkenswert ist auch der Anstieg von 854999 (sonstiger Elektroschrott) mengenmäßig von 10.196 t auf 34.500 t (+238 %), bei gleichzeitigem Preisverfall von 662 €/t auf 401 €/t – ein Indiz für ein zunehmendes Mengengeschäft mit geringwertigem Material.

3.2 Edelmetallgewinnung als dominanter Exporttreiber

Auf der Exportseite zeigt sich eine noch deutlichere Segmentverschiebung. Das dominierende Exportsegment ist 854929 (edelmetallhaltiger Schrott ohne Schadstoffe), dessen Volumen von 27.080 t (2022) auf 62.666 t (2025) anstieg – ein Plus von 131 %. Der Wert mehrte sich von 93,5 Mio. € auf 212,9 Mio. € (+128 %). Mit einem Exportpreis von 3.398 €/t und einem Anteil von über 72 % am Gesamtexportwert ist dieses Segment der unbestrittene Motor der EU-Ausfuhren.

Segment (Exporte) Menge 2022 Menge 2025 Wert 2022 Wert 2025 Preis 2025
854929 – Edelmetall (ohne Schadstoffe) 27.080 t 62.666 t 93,5 Mio. € 212,9 Mio. € 3.398 €/t
854999 – Sonstiger Elektroschrott 39.422 t 10.750 t 39,0 Mio. € 14,1 Mio. € 1.311 €/t
854919 – Sortierte Batterien 3.548 t 12.661 t 20,3 Mio. € 19,2 Mio. € 1.516 €/t
854939 – Leiterplatten/Baugruppen 6.883 t 4.969 t 12,6 Mio. € 13,1 Mio. € 2.632 €/t
854911 – Bleiakkumulatoren 14.144 t 14.562 t 12,5 Mio. € 10,1 Mio. € 694 €/t
854921 – Edelmetall (mit Schadstoffen) 67 t 4.580 t 0,3 Mio. € 14,4 Mio. € 3.144 €/t

Quelle: Produktvergleich

Auffällig ist ferner das rapide Wachstum von 854921 (edelmetallhaltiger Schrott mit Schadstoffen) auf der Exportseite: von nur 67 t und 0,3 Mio. € im Jahr 2022 auf 4.580 t und 14,4 Mio. € im Jahr 2025. Dieses Segment, das die enthaltenden Schadstoffe (Cadmium, Quecksilber, Blei, PCB) speziell kennzeichnet, machte 2025 bereits 5 % der Exportwerte aus und hat sich zu einem eigenständigen Wachstumsbereich entwickelt.

3.3 Dramatischer Rückgang von allgemeinem Elektroschrott in den Exporten

Der markanteste Wandel im Zeitverlauf vollzog sich beim Segment 854999 (allgemeiner Elektroschrott). Dieses Segment zeigte im Zeitraum 2022 bis 2024 ein stabiles bis wachsendes Verhalten, brach dann jedoch im Jahr 2025 drastisch ein:

Jahr 854999 Menge (Exporte) 854999 Wert (Exporte)
2022 39.422 t 39,0 Mio. €
2023 43.250 t 47,1 Mio. €
2024 44.302 t 52,3 Mio. €
2025 10.750 t 14,1 Mio. €

Quelle: Produktvergleich

Der Rückgang von 44.302 t auf 10.750 t (−76 %) in nur einem Jahr erklärt sowohl den Rückgang des gesamten Exportvolumens im Jahr 2025 als auch den Anstieg des durchschnittlichen Exportpreises. Da der preisgünstige allgemeine Elektroschrott (1.311 €/t) aus dem Exportmix verschwand und durch hochwertigeres edelmetallhaltiges Material (3.398 €/t) ersetzt wurde, stieg der gewichtete Durchschnittspreis automatisch.

Gleichzeitig zeigt sich, dass die Exporte von 854919 (sortierte Batterien) von 3.548 t auf 12.661 t (+257 %) stiegen, während 854939 (Leiterplatten und Baugruppen) nach einem Zwischenhoch von 20.861 t im Jahr 2024 auf 4.969 t im Jahr 2025 einbrachen. Diese Volatilität einzelner Segmente unterstreicht die strukturelle Umbruchphase, in der sich der EU-Elektroschrotthandel befindet.


Fazit

Die Analyse des EU-Außenhandels mit Elektroschrott (CN 8549) im Zeitraum 2022 bis 2025 offenbart einen Markt im tiefgreifenden Wandel. Die Ergebnisse verdichten sich in drei zentralen Erkenntnissen:

Erstens hat sich die EU von einem klaren Nettoimporteur zu einem nahezu ausgeglichenen Handelspartner entwickelt. Der Handelsbilanzüberschuss von 22,3 Mio. € im Jahr 2024 belegt, dass die EU-Ausfuhren an Dynamik gewonnen haben. Die steigenden Exportpreise (+31,4 %) bei gleichzeitig sinkenden Importpreisen (−11,1 %) deuten auf eine qualitative Aufwertung des exportierten Materials hin.

Zweitens ist der Exportmarkt zunehmend auf Japan konzentriert, das 2025 rund 65 % der EU-Ausfuhren abnahm. Der HHI stieg von 3.381 auf 4.532 – eine erhebliche Konzentration, die strategische Abhängigkeiten schafft. Die Importseite entwickelt sich hingegen in Richtung einer breiteren Lieferbasis (HHI von 1.074 auf 896), mit wachsenden Zuflüssen aus Brasilien und Moldau.

Drittens vollzieht sich eine fundamentale Verschiebung in den Produktsegmenten: Allgemeiner Elektroschrott (CN 854999) hat als Exportprodukt an Bedeutung verloren, während edelmetallhaltiger Schrott (CN 854929) mit 212,9 Mio. € und 72 % des Exportwerts zum dominanten Segment aufgestiegen ist. Die EU positioniert sich damit zunehmend als Lieferant hochwertiger Recyclingmaterialien für technologisch führende Märkte in Ostasien. Die gleichzeitig wachsenden Importe von Bleiakkumulatoren (CN 854911) zu fallenden Preisen vervollständigen das Bild eines Handels, der sich entlang der Wertschöpfungskette spezialisiert.

Erstellt am 2026-08-07. Die Zahlen geben die Eurostat-Daten zum Zeitpunkt der Erstellung wieder und enthalten keine späteren Revisionen.

Automatisch erstellt: Dieser Bericht soll die menschliche Analyse beschleunigen, aber nicht ersetzen.

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