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Marktentwicklung: Damenkostüme (CN 62042990) — 2015–2025

Einleitung

Dieser Bericht analysiert die Handelsentwicklung der Europäischen Union (EU) für den Zolltarifcode 62042990 im Zeitraum 2015 bis 2025. Es handelt sich um Damenkombinationen aus Spinnstoffen (ausgenommen bestimmte Materialien wie Wolle, Baumwolle oder Chemiefasern sowie Skikombinationen und Badebekleidung). Die EU tritt bei diesem Produkt als bedeutender Nettoexporteur auf, wobei sich die Handelsströme und -muster im beobachteten Zeitraum grundlegend verändert haben. Die Analyse basiert auf offiziellen Handelsdaten und beleuchtet die wichtigsten Trends, die Marktstruktur, Handelspartner sowie zentrale Herausforderungen und Verletzlichkeiten.

Überblick über die Definitionen und den Umfang des Produkts

1. Starker Exportmarkt mit rückläufigen Volumina und Werten

Die EU ist ein dominierender Exporteur von Damenkombinationen (CN 62042990) auf dem Weltmarkt. Im Zeitraum 2015–2025 blieb die EU ein starker Nettoexporteur, doch zeigen die Daten eine klare Tendenz zu sinkenden Exportwerten bei gleichzeitig steigenden Mengen, was auf veränderte Produkt- und Preisstrukturen hindeutet.

1.1. Entwicklung des Exporthandels: Mengenanstieg bei Wertverlust

Die EU-Exporte zeigten gegenläufige Trends zwischen Wert und Menge. Während der Exportwert von 242,4 Mio. EUR (2015) auf 225,2 Mio. EUR (2025) um 7,1 % sank, stieg die exportierte Menge (in Tonnen) im selben Zeitraum um 41,5 % von 1.240 auf 1.755 Tonnen. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang des durchschnittlichen Exportpreises pro Tonne um 34,4 %. Die höchsten Exportwerte wurden mit 364,5 Mio. EUR im Jahr 2017 erreicht, gefolgt von einem starken Rückgang.

Entwicklung des EU-Handels (Exporte, Importe, Saldo)

Kennzahl 2015 2025 Veränderung
Exportwert (Mio. EUR) 242,4 225,2 -7,1 %
Exportmenge (t) 1.240 1.755 +41,5 %
Durchschn. Exportpreis (EUR/t) 195.472 128.325 -34,4 %

1.2. Dominanz Italiens und Verschiebung bei den Hauptabnehmern

Italien war durchgehend der mit Abstand größte Exporteur innerhalb der EU mit einem Wert von 215,8 Mio. EUR im Jahr 2025. Die Top-Exportziele außerhalb der EU waren die Russische Föderation, Kasachstan, die Ukraine und Israel. Bemerkenswert ist der extreme Anstieg der Exporte nach Israel um 2.348,5 % auf 10,5 Mio. EUR. Im Gegensatz dazu sanken die Exporte nach Hongkong und Südkorea. Die Exportkonzentration (HHI) blieb mit einem Wert von 1.373 relativ stabil.

Die wichtigsten Exportpartner nach Wert

2. Dynamischer Importwachstum und zunehmende Konzentration

Während die Exporte leicht nachließen, durchlief der Importmarkt der EU eine Phase des starken Wachstums, sowohl in Wert als auch in Menge. Dies führte zu einer Verschiebung der Handelsbeziehungen und einer erhöhten Konzentration der Importquellen.

2.1. Wachstum der Importe und steigende Preise

Die EU-Importe stiegen im Betrachtungszeitraum überproportional. Der Importwert erhöhte sich um 167,8 % von 3,9 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR. Gleichzeitig stieg die importierte Menge um 114,3 % auf 311 Tonnen. Der durchschnittliche Importpreis pro Tonne lag 2025 bei 33.823 EUR, was einem Anstieg von 24,9 % entspricht. Dies steht im Gegensatz zum fallenden Exportpreis und deutet auf importierte Waren mit höherem Wert pro Einheit hin.

2.2. Veränderung der Lieferantenlandschaft und erhöhte Abhängigkeit

Die wichtigsten Importpartner außerhalb der EU entwickelten sich sehr unterschiedlich. China (Anstieg um 421,8 % auf 4,8 Mio. EUR) und Tunesien (Anstieg um 2.115 % auf 1,1 Mio. EUR) gewannen stark an Bedeutung, während der Import aus dem Vereinigten Königreich (ein historisch wichtiger Partner) um 59 % sank. Die Importkonzentration (HHI) stieg deutlich von 1.842 auf 2.525, was eine zunehmende Abhängigkeit von weniger Lieferanten signalisiert. Innerhalb der EU waren Frankreich (6,8 Mio. EUR) und Italien (1,4 Mio. EUR) die größten Importeure.

Die wichtigsten Importpartner nach Wert

Konzentration des Handels (HHI)

3. Strukturelle Herausforderungen: Rückläufige Produktion, Spezialisierung und Preisvolatilität

Hinter den Handelszahlen verbergen sich fundamentale Veränderungen in der EU-Binnenproduktion, eine klare regionale Spezialisierung sowie spezifische Handelsrisiken durch volatile Beziehungen.

3.1. Einbruch der EU-Produktion

Die inländische Produktion der EU in diesem Segment erlitt einen drastischen Einbruch. Die Produktionsmenge sank um 59,4 % von 5,02 Mio. Stück im Jahr 2015 auf nur noch 2,04 Mio. Stück im Jahr 2025. Der Produktionswert fiel im gleichen Zeitraum um 36,8 % von 183,6 Mio. EUR auf 116,0 Mio. EUR. Dieser Rückgang unterstreicht die Herausforderungen des Produktionsstandorts EU im Wettbewerb mit Drittländern.

Produktionsvolumen in der EU (Stück)

3.2. Klare regionale Spezialisierung innerhalb der EU

Im Jahr 2025 bestand eine ausgeprägte Spezialisierung einzelner EU-Mitgliedstaaten in der Produktion und im Export. Rumänien (RSCA: 0,78) und Frankreich (RSCA: 0,69) wiesen die höchsten Spezialisierungsindizes auf, gefolgt von Italien. Hingegen hatten Länder wie Slowenien, Irland und Tschechien eine vernachlässigbare Produktion in diesem Segment. Diese Spezialisierung spiegelt sich in den Handelsströmen wider.

Spezialisierung der EU-Länder (RSCA)

3.3. Preisvolatilität und identifizierte Schocks bei Handelspartnern

Die Handelsdaten zeigen eine erhebliche Volatilität (gemessen am Variationskoeffizienten) bei einigen Partnern. Bei den Importen weisen Hongkong, die Türkei und Bangladesch hohe Schwankungen auf. Bei den Exporten gilt dies für die Russische Föderation und die Vereinigten Staaten. Es wurden konkrete Preisschocks identifiziert, darunter ein extremer Anstieg der Importpreise aus Bangladesch (+281 %) im Jahr 2023 und ein signifikanter Exportpreisanstieg nach Südkorea im Jahr 2017. Diese Ereignisse unterstreichen die Anfälligkeit des Handels für externe Störungen.

Volatilität der Handelsströme nach Partner

Identifizierte Handelsschocks

Schlussfolgerung

Zusammenfassend entwickelte sich der EU-Markt für Damenkombinationen (CN 62042990) zwischen 2015 und 2025 entlang mehrerer gegenläufiger Trends. Die EU bleibt ein bedeutender Nettoexporteur mit Italien als Kern, muss jedoch sinkende Exportpreise und einen dramatischen Rückgang der inländischen Produktion hinnehmen. Parallel dazu haben die EU-Importe stark zugenommen, wobei sich die Lieferantenlandschaft verändert hat und die Konzentration erhöhte. Der Markt zeigt zudem eine ausgeprägte regionale Spezialisierung und ist Preisvolatilitäten bei Schlüsselpartnern ausgesetzt. Die Zukunft dieses Sektors wird maßgeblich davon abhängen, wie die EU die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produktion sichert, ihre Exportmärkte diversifiziert und die Resilienz ihrer Lieferketten gegenüber globalen Schocks stärkt.

Erstellt am 2026-08-08. Die Zahlen geben die Eurostat-Daten zum Zeitpunkt der Erstellung wieder und enthalten keine späteren Revisionen.

Automatisch erstellt: Dieser Bericht soll die menschliche Analyse beschleunigen, aber nicht ersetzen.

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