Marktentwicklung: Branntwein aus Wein oder Traubentrester (CN 220820) — 2015–2025
Einleitung
Der Handel der EU mit Branntwein aus Wein oder Traubentrester (CN 220820) — dazu zählen unter anderem Cognac, Armagnac, Brandy, Grappa und Tresterbranntwein — unterlag im Zeitraum 2015 bis 2025 erheblichen Dynamiken. Die EU ist bei diesem Produkt ein ausgeprägter Nettexporteur: Die Exporte überstiegen die Importe im gesamten Beobachtungszeitraum um ein Vielfaches. Während die Exporte in der ersten Hälfte des Zeitraums stark wuchsen, setzte ab 2023 eine deutliche Korrektur ein, die den Handelswert bis 2025 unter das Ausgangsniveau von 2015 drückte. Gleichzeitig veränderte sich die Zusammensetzung der Handelspartner sowohl auf der Export- als auch auf der Importseite signifikant. Dieser Bericht analysiert die wichtigsten Handelsströme, die Verschiebungen in der Partnerlandschaft sowie die zugrunde liegenden strukturellen Marktdynamiken, einschließlich Produktion, Spezialisierung und Schocks.
1. Vom Boom zur Korrektur: Der EU-Exportzyklus bei Weinbrand
Die Exporte der EU bei CN 220820 durchliefen eine klare Aufwärts- und Abwärtsphase. Zwischen 2015 und 2022 stiegen die Exportwerte von 2,80 Mrd. € auf einen Höchststand von 4,13 Mrd. € (+47,5 %), bevor sie bis 2025 auf 2,41 Mrd. € fielen — ein Rückgang von 41,6 % gegenüber dem Spitzenwert und 14,0 % gegenüber 2015. Bemerkenswert ist, dass die Korrektur primär volumengetrieben war: Die exportierte Menge sank zwischen 2019 (Spitzenwert: 234.338 t) und 2025 (135.105 t) um 42,4 %, während die durchschnittlichen Exportpreise von 15.302 €/t (2015) auf 17.852 €/t (2025) stiegen (+16,7 %).
1.1 Die Phase des starken Wachstums (2015–2022)
Im Zeitraum 2015–2019 wuchsen die Exportwerte kontinuierlich von 2,80 Mrd. € auf 3,80 Mrd. €. Auch die exportierte Menge stieg in dieser Phase von 183.195 t auf 234.338 t (+28,0 %). Der Preisanstieg blieb moderat (von 15.302 €/t auf 16.196 €/t). Das Jahr 2020 markierte eine erste Unterbrechung — die Exporte fielen infolge der COVID-19-Pandemie auf 2,94 Mrd. € (Wert) bzw. 193.553 t (Menge). Danach folgte eine starke Erholung, die 2022 mit einem Exportrekordwert von 4,13 Mrd. € gipfelte, obwohl die Menge mit 206.888 t bereits unter dem Niveau von 2019 lag. Der Preisanstieg auf 20.016 €/t (2022) kompensierte das geringere Volumen.
| Jahr | Exportwert (Mrd. €) | Exportmenge (t) | Durchschnittspreis (€/t) |
|---|---|---|---|
| 2015 | 2,80 | 183.195 | 15.302 |
| 2019 | 3,80 | 234.338 | 16.196 |
| 2020 | 2,94 | 193.553 | 15.191 |
| 2022 | 4,13 | 206.888 | 20.016 |
| 2025 | 2,41 | 135.105 | 17.852 |
1.2 Die Korrektur ab 2023
Ab 2023 beschleunigte sich der Rückgang der Exporte sowohl im Wert als auch im Volumen. Zwischen 2022 und 2025 fielen die Exportwerte um 41,6 % (von 4,13 Mrd. € auf 2,41 Mrd. €), die Menge um 34,7 % (von 206.888 t auf 135.105 t). Die Exportpreise stiegen zwar weiterhin, konnten aber den Volumenrückgang nicht kompensieren. Die Erosion war breit angelegt: Der Rückgang betraf fast alle wichtigen Absatzmärkte (siehe Abschnitt 2), was auf eine Kombination aus nachfrageseitiger Schwäche — insbesondere in den USA und Südostasien — sowie möglichen Verlagerungseffekten hindeutet.
1.3 Frankreich als dominanter Exporteur
Frankreich war mit großem Abstand der wichtigste EU-Exporteur bei CN 220820. Sein Anteil an den gesamten EU-Exporten lag im gesamten Zeitraum zwischen 71 % und 87 %. Der französische Exportwert folgte dem Gesamtzyklus: von 2,45 Mrd. € (2015) über 3,82 Mrd. € (2022) auf 2,19 Mrd. € (2025). Damit fielen die französischen Exporte bis 2025 sogar unter ihr Ausgangsniveau (−10,5 %). Die Bedeutung Frankreichs spiegelt sich auch in der Spezialisierung wider: Mit einem RSCA von 0,76 und einem RCA von 7,35 weist Frankreich bei CN 220820 die mit Abstand stärkste komparative Spezialisierung aller EU-Mitgliedstaaten auf. Spezialisierungsanalyse
Spanien, der zweitgrößte Exporteur, verlor deutlich an Bedeutung: von 126 Mio. € (2015) auf 75 Mio. € (2025, −40,4 %). Die Niederlande verzeichneten den stärksten relativen Rückgang (von 98 Mio. € auf 18 Mio. €, −81,3 %). Im Gegensatz dazu wuchsen die Exporte Lettlands (von 33 Mio. € auf 45 Mio. €, +35,4 %) und Belgiens (von 17 Mio. € auf 22 Mio. €, +31,8 %).
| EU-Mitgliedstaat | Exportwert 2015 (Mio. €) | Exportwert 2025 (Mio. €) | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Frankreich | 2.445 | 2.188 | −10,5 % |
| Spanien | 126 | 75 | −40,4 % |
| Lettland | 33 | 45 | +35,4 % |
| Niederlande | 98 | 18 | −81,3 % |
| Belgien | 17 | 22 | +31,8 % |
| Deutschland | 27 | 16 | −40,1 % |
| Italien | 20 | 22 | +12,6 % |
Exporte nach EU-Mitgliedstaaten
2. Verschiebungen in der globalen Handelspartnerlandschaft
Die Analyse der Handelspartner offenbart zwei gegenläufige Trends: Auf der Exportseite verloren traditionelle Märkte an Bedeutung, während neue Märkte teils stark wuchsen. Auf der Importseite diversifizierten sich die Bezugsquellen, wobei einzelne Herkunftsländer aus dem postsowjetischen Raum und der Mittelmeerregion an Gewicht gewannen.
2.1 Die Absatzmärkte: Vom US-dominierten Modell zur Diversifizierung
Die Vereinigten Staaten waren und bleiben der wichtigste Exportmarkt der EU für Weinbrand, doch ihr Anteil ging deutlich zurück. Der Exportwert in die USA fiel von 951 Mio. € (2015) auf 756 Mio. € (2025, −20,5 %), nachdem er 2022 mit 1,91 Mrd. € einen Spitzenwert erreicht hatte. Der Rückgang zwischen 2022 und 2025 betrug 60,3 %.
China entwickelte sich zum zweitwichtigsten Markt und wuchs im gesamten Zeitraum von 322 Mio. € auf 494 Mio. € (+53,2 %). Der Höchststand wurde 2023 mit 803 Mio. € erreicht. Der starke Rückgang bis 2025 (−38,4 % gegenüber 2023) zeigt jedoch, dass auch der chinesische Markt unter Druck geriet — möglicherweise bedingt durch die Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums und veränderte Konsumgewohnheiten.
Singapur, als Drehkreuz für den asiatischen Markt, verzeichnete einen Rückgang von 490 Mio. € (2015) auf 314 Mio. € (2025, −35,9 %). Die Philippinen verloren sogar 67,8 % ihres Exportwerts (von 45 Mio. € auf 14 Mio. €). Ein besonderes Muster zeigt sich bei den Philippinen: Hier fielen die Mengen dramatisch (von 19.435 t auf 4.919 t), während die Preise 2023 einen starken Sprung auf 5.242 €/t verzeichneten (Normalpreis: ca. 2.600–2.900 €/t), was auf einen preislichen Schock hindeutet.
Russland, traditionell ein bedeutender Markt, zeigte nach dem Anstieg auf 144 Mio. € (2019) einen Rückgang auf 61 Mio. € (2024), bevor 2025 eine leichte Erholung auf 81 Mio. € eintrat. Der Einbruch 2024 korrespondiert mit den verschärften Sanktionen und Handelsbeschränkungen.
| Exportmarkt | 2015 (Mio. €) | 2022 (Mio. €) | 2025 (Mio. €) | Veränderung 2015–2025 |
|---|---|---|---|---|
| USA | 951 | 1.905 | 756 | −20,5 % |
| China | 322 | 774 | 494 | +53,2 % |
| Singapur | 490 | 484 | 314 | −35,9 % |
| Vereinigtes Königreich | 143 | 134 | 129 | −9,9 % |
| Russland | 98 | 101 | 81 | −17,8 % |
| Philippinen | 45 | 46 | 14 | −67,8 % |
| Mexiko | 58 | 43 | 45 | −21,8 % |
2.2 Die Importquellen: Wachsende Bedeutung postsowjetischer und Mittelmeerländer
Die EU-Importe bei CN 220820 sind im Vergleich zu den Exporten margenblieb (Importe 2025: 88 Mio. € vs. Exporte: 2.412 Mio. €), wuchsen jedoch über den Zeitraum hinweg stärker: von 66 Mio. € auf 88 Mio. € (+34,3 %). Die importierte Menge stieg sogar um 48,1 % (von 16.973 t auf 25.129 t), bei gleichzeitig sinkenden Durchschnittspreisen (von 3.875 €/t auf 3.515 €/t, −9,3 %). Dies deutet darauf hin, dass verstärkt günstigere Qualitäten importiert wurden.
Georgien war der wichtigste Importpartner mit einem Wert von 9,7 Mio. € (2025), nach einem Höchststand von 30,0 Mio. € (2018). Die Türkei verzeichnete das stärkste Wachstum: von 0,8 Mio. € (2015) auf 4,9 Mio. € (2025), was einem Anstieg von 527 % entspricht. Moldawien verdoppelte seinen Exportwert in die EU (von 2,6 Mio. € auf 5,2 Mio. €). Armenien entwickelte sich zu einem stabilen Lieferanten (5,2 Mio. € in 2015 → 9,7 Mio. € in 2025). Australien und Argentiniens Lieferungen an die EU halbierten sich hingegen.
| Importquelle | 2015 (Mio. €) | 2025 (Mio. €) | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Georgien | 6,9 | 9,7 | +40,4 % |
| Armenien | 5,2 | 9,7 | +86,9 % |
| Moldawien | 2,6 | 5,2 | +100,5 % |
| Türkei | 0,8 | 4,9 | +527,2 % |
| Südafrika | 3,8 | 4,4 | +13,9 % |
| Australien | 4,1 | 2,0 | −50,0 % |
| Argentinien | 3,3 | 1,7 | −49,2 % |
2.3 Konzentration und Volatilität der Handelsbeziehungen
Die Exportkonzentration (HHI-Wert) blieb über den gesamten Zeitraum relativ stabil bei rund 1.680 bis 2.657, was auf eine moderate bis erhöhte Abhängigkeit von wenigen Schlüsselmärkten hindeutet — insbesondere von den USA. Die Spitzenwerte (2020–2022) fielen mit der Phase zusammen, in der die USA ihren Anteil an den EU-Exporten besonders stark ausbauten.
Die Importkonzentration lag bei niedrigeren Werten (951–1.304), was auf eine breitere Diversifizierung der Bezugsquellen hindeutet.
Auf der Importseite fielen mehrere preisliche Schocks auf:
- Türkei (2020): Der durchschnittliche Importpreis stieg um 56,7 %, bei gleichzeitigem Mengenrückgang um 40,3 %. Dies könnte mit der Lira-Abwertung und steigenden Produktionskosten in der Türkei zusammenhängen.
- Ukraine (2019): Ein extremer Preisanstieg um 94,4 % bei einem gleichzeitigen Mengenrückgang um 94,1 %. Die Importmenge sank von durchschnittlich 2.265 t (2017–2018) auf nur 134 t — ein nahezu vollständiger Einbruch, der möglicherweise mit regulatorischen Änderungen oder Produktionsausfällen zusammenhängt.
- Armenien (2018): Ein moderater Preisrückgang von 13,1 % bei gleichzeitigem Mengenanstieg — möglicherweise auf günstigere Ernten oder einen Marktanteilsgewinn zurückzuführen.
3. Produktion, Spezialisierung und strukturelle Resilienz des EU-Marktes
3.1 EU-Produktion: Stabile Mengen bei steigenden Werten
Die EU-Produktion bei CN 220820 blieb mengenmäßig relativ stabil, schwankte aber zwischen 161 Mio. Litern (2009) und 228 Mio. Litern (2022). Im Zeitraum 2015–2024 lag die Produktion zwischen 169 Mio. Litern (2020) und 228 Mio. Litern (2022), mit 186 Mio. Litern im Jahr 2024. Der Produktionswert stieg hingegen deutlich: von 3,19 Mrd. € (2015) auf 3,75 Mrd. € (2024, +17,6 %), mit einem Spitzenwert von 4,73 Mrd. € (2022). Der durchschnittliche Produktionspreis erhöhte sich von 16,95 €/Liter (2015) auf 20,11 €/Liter (2024), was auf eine stetige Premiumisierung der Produktion hindeutet.
| Jahr | Produktionsmenge (Mio. l) | Produktionswert (Mrd. €) | Produktionspreis (€/l) |
|---|---|---|---|
| 2015 | 188,2 | 3,19 | 16,95 |
| 2019 | 194,1 | 4,27 | 21,98 |
| 2020 | 169,5 | 3,31 | 19,53 |
| 2022 | 228,0 | 4,73 | 20,73 |
| 2024 | 186,5 | 3,75 | 20,11 |
3.2 Spezialisierungsmuster innerhalb der EU
Die Spezialisierung bei CN 220820 ist stark konzentriert. Neben Frankreich (RSCA: 0,76) weisen lediglich Lettland (RSCA: 0,66) und Estland (RSCA: 0,50) eine nennenswerte positive Spezialisierung auf. Spanien (RSCA: 0,20) und Italien (RSCA: 0,10) besitzen ebenfalls eine leichte Spezialisierung, die auf deren traditionelle Brandy- und Grappa-Produktion zurückzuführen ist. Portugal (RSCA: 0,05) liegt nahe am Neutralpunkt.
Demgegenüber stehen große Volkswirtschaften wie Deutschland (RSCA: −0,52), die Niederlande (−0,71) und Polen (−0,96) mit einer ausgeprägten Negativspezialisierung, d. h. sie importieren CN 220820 überproportional im Vergleich zu ihrem allgemeinen Handelsmuster.
Frankreichs Dominanz zeigt sich nicht nur in den Exporten, sondern auch in der EU-internen Struktur: Mit einem Produktionsanteil von 57,4 % bei CN 220820 stellt Frankreich weit mehr als die Hälfte der gesamten EU-Produktion. Italien (9,8 %), Spanien (8,7 %) und Deutschland (6,7 %) folgen mit deutlichem Abstand.
3.3 Handelsintensität und autarke Position der EU
Die EU ist bei CN 220820 ein starker Nettexporteur. Der Nettoimport-Abhängigkeitsindikator lag im gesamten Zeitraum stark im negativen Bereich (2015: −220,7 %; 2025: −391,2 %), was die enorme Überschussposition der EU unterstreicht. Die Verschärfung des negativen Werts (−77,3 %) spiegelt dabei vor allem den Rückgang der Importe relativ zu den Exporten wider — die EU wurde also nicht importabhängiger, sondern ihre Nettoexportposition verstärkte sich mengenmäßig noch, bevor auch die Exporte sanken.
Die Handelsintensität lag 2024 bei 82,4 %, d. h. über 80 % der EU-Produktion bei CN 220820 wurden international gehandelt. Dieser hohe Wert unterstreicht die außenwirtschaftliche Orientierung der Branche. Die Exportquote lag mit 82,0 % nahezu identisch mit der Handelsintensität, was die geringe Importabhängigkeit erneut bestätigt.
| Indikator | 2015 | 2019 | 2022 | 2024 |
|---|---|---|---|---|
| Nettoimport-Abhängigkeit | −220,7 % | −683,9 % | −590,6 % | −391,2 % |
| Handelsintensität | 69,9 % | 89,2 % | 87,7 % | 82,4 % |
| Exportquote | 69,6 % | 89,1 % | 87,2 % | 82,0 % |
3.4 Volatilität der Handelsströme
Die Volatilitätsanalyse zeigt, dass die Importe deutlich volatiler waren als die Exporte. Auf der Importseite wiesen Serbien (CV: 1,19), die Ukraine (1,12), Australien (1,03) und das Vereinigte Königreich (0,96) die höchsten Schwankungen auf. Auf der Exportseite waren die wichtigsten Märkte dagegen relativ stabil: Das Vereinigte Königreich (CV: 0,05), Kanada (0,10) und China (0,17) zeigten die niedrigsten Volatilitäten. Die Philippinen (0,46) und Hongkong (0,51) bildeten dabei die volatilsten unter den großen Exportmärkten.
Fazit
Der EU-Markt für Branntwein aus Wein oder Traubentrester hat sich im Zeitraum 2015–2025 von einer Phase starken Wachstums zu einer Phase der Korrektur bewegt. Die Exporte erreichten 2022 einen Spitzenwert, der vor allem durch Preisanstiege und eine starke US-Nachfrage getrieben war. Der anschließende Rückgang — sowohl im Volumen als auch im Wert — betraf nahezu alle Absatzmärkte und führte dazu, dass die Exporte 2025 unter das Ausgangsniveau von 2015 fielen.
Drei strukturelle Merkmale prägen den Markt:
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Frankreichs Dominanz bleibt ungebrochen: Mit über 57 % der EU-Produktion und 87 % der Exporte ist der Markt hochgradig auf ein Land konzentriert. Die jüngste Korrektur trifft damit in erster Linie die französische Weinbrandindustrie.
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Die Nachfrageverschiebung von den USA und Südostasien hin zu China (trotz dessen eigener Abschwächung) deutet auf eine langsame Diversifizierung der Absatzmärkte hin, die jedoch noch nicht ausreicht, um den Rückgang der traditionellen Märkte zu kompensieren.
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Die EU bleibt ein autarker Nettexporteur mit einer extrem hohen Exportquote. Die Importe aus Ländern wie Georgien, der Türkei und Moldawien wachsen zwar, bleiben aber absolut gesehen marginal. Die strukturelle Resilienz des Marktes ist somit hoch, auch wenn die Außenabhängigkeit in Bezug auf einzelne Absatzmärkte — insbesondere die USA — eine gewisse Verwundbarkeit birgt.